Becoming – Meine Geschichte

Becoming

Becoming – Meine Geschichte

Klappentext

„Es gibt noch so vieles, was ich nicht weiß, über Amerika, über das Leben, darüber, was die Zukunft bringen wird. Aber mich selbst kenne ich. Mein Vater Fraser hat mir beigebracht, hart zu arbeiten, viel zu lachen und immer Wort zu halten. Meine Mutter Marian hat mir gezeigt, wie ich mit meinem eigenen Kopf denken und meine Stimme einsetzen kann. Gemeinsam haben sie mir in unserer beengten Wohnung in der South Side von Chicago dazu verholfen, den Wert unserer Geschichte, meiner Geschichte, in der größeren Geschichte unserer Landes zu erkennen. Selbst dann, wenn das Leben weder schön noch perfekt ist. Selbst dann, wenn es realer ist, als einem eigentlich lieb wäre. Denn die eigene Geschichte ist etwas, das man hat, das man immer haben wird. Wir müssen sie nur für uns beanspruchen.“ (Michelle Obama)

Über das Buch

Ich muss zugeben, dass diese Autobiografie die erste ist, die ich gelesen habe, weil dies sonst (bisher) nicht mein bevorzugtes Genre ist. Aber es hat mich enorm interessiert, die Geschichte dieser Frau zu lesen, die zu meinen eigenen Lebzeiten so viel Veränderung erlebt hat und selbst auch so viel verändert hat. Es hat mich gereizt, einmal ein bisschen hinter die Kulissen einer Frau zu schauen, die man aus den Medien kennt und die irgendwie „nur“ zu einem anderen wichtigen Menschen „dazu gehört“. Und diese Erwartung wurde auch nicht enttäuscht. Genaue Beschreibungen der Wohnung und der Umgebung, in der Michelle aufgewachsen ist, lustige Details über die Verlobung der späteren First Lady sowie Einblicke in ihre Gedankenwelt während der Amtszeit ihres Mannes als Präsident der Vereinigten Staaten sind nur einige Dinge, die man auf den 542 Seiten dieses Buches erfährt. Insgesamt habe ich an vielen Stellen mitgefiebert, an einigen Stellen sehr gestaunt, mich von vielen Ansichten und Aussagen inspirieren lassen und hier und da eine neue Perspektive auf Amerika und das Amt des Präsidenten (und seine Frau) bekommen.

Das hat mich an dem Buch begeistert

Politik ist nicht gerade mein Fachgebiet. Doch wenn man von jemandem in Politik mit hineingenommen wird, der diese ebenfalls nicht als sein Fachgebiet bezeichnet und dennoch mitten drin steckt, dann wird dieses ganze Thema plötzlich menschlich und nahbar. Michelle Obama ist (oder wirkt zumindest) enorm authentisch! Sie spricht offen über Zweifel und Vorbehalte, schätzt sich selber sehr realistisch ein (also weder zu wichtig noch zu unbedeutend) und schafft es, durch ihre Geschichte aber auch durch ihren Schreibstil den Leser zu hinterfragen, zu bestärken und herauszufordern. Dieses Buch ist also mehr als nur die Erzählung der Geschichte eines anderen Menschen. Michelle Obama wird während dieser (zugegeben sehr vielen) Zeilen zur Inspiration, zur Wegbegleiterin und vielleicht sogar ein bisschen zur Freundin.

Das hat mir nicht so gefallen

An einigen Stellen hat das Buch doch ziemliche Längen (vor allem der 1 Buchteil und streckenweise der 3. Buchteil), an einigen Stellen ist es SEHR amerikanisch (OK, wer will Michelle das verübeln – als Amerikanerin…) und an manchen Stellen wird es durchaus etwas manipulativ-meinungsbildend (sie versucht, sehr objektiv und sachlich zu schreiben – z.B. über den Amtswechsel von Barak Obama zu Donald Trump – und wird gerade dadurch sehr beeinflussend). Aber diese Buch-Schwächen kann man durchaus verkraften und wegstecken.

3 Zitate

„Es war eine Fortsetzung eines Gesprächs, das wir bereits seit siebzehn Jahren führten. Wer waren wir? Was war uns wichtig? Was konnten wir tun? (S. 296)

„Bin ich gut genug? Ja, bin ich.“ (S. 364)

„Jede Leerstelle wird schnell durch Vorurteile gefüllt. Wer die eigene Rolle nicht selbst definiert, bekommt von anderen schnell eine falsche zugeschrieben.“ (S. 365)

Das nehme ich mit

Mich hat das Buch enorm ermutigt, meinen eigenen Wert zu schätzen, meinen eigenen Weg zu gehen und meine eigenen Werte nicht preiszugeben. Durch die Einblicke, die Michelle Obama gibt, wie sie Jobverhandlungen geführt hat, mit ihrem Mann um richtige Entscheidungen gerungen hat, persönliche Grenzen entweder akzeptiert oder überwunden hat und nie aufgehört hat, sich zu entwickeln (daher auch der Titel „Becoming“ – also „werden“), wurde ich selbst darin bestärkt, um meine eigene Geschichte zu ringen und sie mutig zu leben!

Wer sollte das Buch lesen?

Jeder, der Lust hat, sich ein bisschen mit Amerika, mit Politik, mit einem ganz besonderen und dann doch wieder normalen Leben zu beschäftigen. Und jeder, der offen dafür ist, sich herausfordern zu lassen und zu überlegen, ob die eigene Geschichte immer noch Raum lässt, weiter zu „werden“.

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Elena Schulte

Elena Schulte

lebt mit ihrer Familie im südlichen Rheinland. Sie ist beim Missions- und Bildungswerk "Neues Leben e.V." angestellt und arbeitet als Speakerin und freie Autorin. Ihr Herz brennt dafür, Frauen herauszufordern, mitten in ihrem Leben Jesus zu begegnen und mutig ihren Platz in seiner Geschichte mit dieser Welt einzunehmen. Dafür nutzt sie ihre Liebe zur Kreativität, zur Schönheit und zum Umgang mit Worten.

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